Projektbeschreibung
   
Hintergrund Das Webradio- und TV-Projekt am Lehrstuhl für Religionspädagogik (Prof. Dr. Dr. Werner Ritter) wurde in Kooperation zwischen der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, dem Regionalen Rechenzentrum der Universität Erlangen-Nürnberg, dem Rechenzentrum der Universität Bayreuth und der Staatl. Berufsschule Lauf von PD Dr. Erich Nestler entwickelt. In seinem gegenwärtigen Stadium ist das Projekt an vier Bildungsinstitutionen verankert, der Universität Bayreuth, der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, der Universität Erlangen-Nürnberg und der Staatlichen Berufsschule Lauf. Die grundlegende Idee wurde im Rahmen des evangelischen Religionsunterrichts an der Staatl. Berufsschule Lauf entwickelt. Die hochschuldidaktische Grundlegung erfolgte im Rahmen eines internet-basierten Multimedia-Seminars an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal in Kooperation mit der Bergischen Universität / Gesamthochschule Wuppertal. Die Fokussierung der Multimedia-Arbeit auf den Webradio-Aspekt wurde im Rahmen eines Einführungsseminars an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal vollzogen. In diesem Rahmen wurde es über den flüchtigen Rahmen einer Lehrveranstaltung hinaus in ein permanentes Projekt überführt. Die in Wuppertal und Lauf erarbeiteten Grundlagen bildeten dann die Startbedingungen für das Webradio- und TV-Projekt am Lehrstuhl für Evang. Theologie II / Religionspädagogik (Prof. Ritter) an der Universität Bayreuth. Festes wissenschaftliches Standbein war und ist der Lehrstuhl für Homiletik und Katechtik (Prof. G.R. Schmidt) an der Theologischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.
   
Status Der Aufbau einer Seite www.HolyHillRadio.de (kein Link, weil Domäne geschlossen) an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal war ein gemeinsames Projekt des Seminars "Eine Webradio-Sendung gestalten und ausstrahlen" im Wintersemester 2000/2001. Die dort jetzt vorliegende Fassung ist eine archvierte Form, die Referenzzwecken dient. Nach dem Ablauf meiner (E. Nestler) einjährigigen Vertretung des Lehrstuhls für Praktische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal ging das Webradio vom Probestadium in ein längerfristiges Projekt über. Prof. Dr. Siegfried Kreuzer setzte die Arbeit mit einem Team aus Assistierenden und Studierenden fort.
   
Ziele des Projekts an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal Der Webradio-Sender soll Leben, Lehre und Forschung an der Kirchlichen Hochschule zum Inhalt haben. Unter diesem Aspekt dient er der Öffentlichkeitsarbeit.

Im Rahmen der Ausbildung im Fach Praktische Theologie dient das Webradio-Projekt der Einführung in verschiedene internetbasierte Multimedia-Techniken. In diesem Kontext flankiert es mediendidaktische Einführungen für den schulischen Religionsunterricht und die kirchliche Jugendarbeit. Aufgrund der Vernetzung mit einem an der Staatlichen Berufsschule Lauf im Aufbau befindlichen Webradio-Projekt behält es seine Anbindung an die pädagogische Wirklichkeit der Schule.

Im Kontext der gegenwärtigen hochschuldidaktischen Diskussion um die Verbesserung der Lehre werden im Rahmen des Projekts akustische und visuelle Medien erprobt, die für Studierende und Lehrende, eine Internetanbindung vorausgesetzt, ortsunabhängig zugänglich sind. Aktivitäten zur Belieferung sogenannter Virtueller Hochschulen mit Kursangeboten aus der Theologie gehören zu diesem hochschuldidaktischen Kontext.

   
Projektstand Während des Wintersemesters 2000/2001 wurden erste Sendungen produziert. Die wichtigsten Kategorien des Webradio-Konzepts konnten auf diese Weise bis zum Beginn des Sommersemesters 2001 exemplarisch erarbeitet werden:

- Akademische Lehre: Vorlesung "Ökumenisches Lernen" von Prof. Huber (Lehrstuhl für Missions- und Religionswissenschaft)

- Öffentlichkeitsarbeit: Vorstellung eines Lehrstuhls (Kirchengeschichte / Prof. Schulze)

- Spiritualität an der Hochschule: Andachten

- Reportage: Bericht über den am 20. und 21. November stattgefundenen Event "Kirche auf der (Daten-)Autobahn" und über den Weltrekordversuch des CVJM

- Nachrichten: Hochschulinterne Bekanntgaben vom 7.12.2000

- Kulturelle Beiträge: Dichterlesung des Rektors (Prof. Haacker)

- Unterhaltung: Krimi "Studenten auf Abwegen"

- Musik außerhalb des Mantelprogramms: Alben der Bands Andersch, EN Blues Band, Jona und Outside 3

- Mitmach-Aktion: "Hast du eigene Töne?" (Aufruf an Amateurmusiker zur Einsendung von Eigenkompositionen)

   
Wuppertaler Projektname Der Name "Holy Hill Radio" war in Anlehnung an die Studentenzeitung "Holy Hill Messenger", die vom ASTA herausgegeben wird, gewählt worden. Es verband sich damit die Hoffnung, daß das Webradio relativ unkompliziert von Studierenden und Lehrenden angenommen würde. Natürlich sollten auch immer wieder einzelne Texte des "Messenger" als Tonbeiträge gesendet werden. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß der Name zu flapsig klingt, als daß er eine Hochschule repräsentieren könnte.
   
Konvergenz traditioneller Medien Neben dem Hörerlebnis soll die visuelle Komponente nicht zu kurz kommen. Erste Ansätze dazu sind Fotos (Beispiel: Vorstellung der Seminargruppe) und Videos (Beispiel: Vorstellung des Lehrstuhls für Kirchengeschichte). Ein relativ kurzfristiges Ziel ist die Erweiterung des Angebots in Richtung "Webfernsehen". Die gegenwärtige Fokussierung auf den Aspekt "Radio" bedeutet beim heutigen Entwicklungsstand des Internets eine Herausforderung zur Erkundung langfristig sinnvoller Kombinationen von Text, Ton und Bild im Rahmen der sog. Konvergenz der neuen Medien.
   
Sende-Formate Die selbst produzierten Sendungen werden primär als On-Demand-Sendungen, also in archivierter Form, zur Verfügung gestellt. Durch die am 23. März 2001 erteilte Genehmigung, einen Link auf den Live-Stream von Radio Paradiso (Berlin) setzen zu dürfen, hatten wir jedoch auch ein sogenanntes Mantelprogramm hinzu bekommen. Aufgrund technischer Probleme mit dem Streaming-Server des Senders, haben wir jedoch den Link nach einigen Monaten wieder gelöscht. Das Projekt an der Staatlichen Berufsschule Lauf (www.RadioBSL.de). Letzteres wurde zeitgleich mit dem Webradio der Kirchlichen Hochschule aus der Taufe gehoben (Oktober 2000). Sobald wir Sende-Formate erprobt haben, die wir regelmäßig anbieten können, werden wir das eigene Live-Programm zu bestimmten Sendezeiten auf unserer Homepage einspeisen. Einen ersten Versuch eines regelmäßigen Sendeangebots stellt die wöchentliche Live-Übertragung der Ringvorlesung der Facheinheit Religion an der Universität Bayreuth dar. Gedacht ist vorerst an eine einstündige Sendung pro Monat, später vielleicht sogar pro Woche. Hierfür benötigen wir jedoch Hilfskraftstunden für anfallende Routineaufgaben. Die Sendungen selbst sollen von Teams Freiwilliger erstellt werden.
   
Weiterentwicklungen des Projekts an der Universität Bayreuth Zu Beginn des Sommersemesters 2001 wurde das Webradio- und TV-Projekt an der Universität Bayreuth mit einer Einführungslehrveranstaltung begonnen. Nach der Einrichtung der Webseite und der Konfiguration der Server lief eine Testreihe mit der Live-Übertragung der Ringvorlesung der Facheinheit Religion. Ab dem WS 01/02 läuft die Live-Übertragung der Ringvorlesung als wöchentliches Standardangebot.

Ebenfalls für das WS 01/02 sollte die Herstellung eines interaktiven Hörbuches auf HTML-Basis mit Studierenden begonnen werden. Grundlage dafür war das interaktive Erzählbuch zu den Josefsgeschichten der Bibel von Volker Linhard sein (In der Grabkammer des Pharao. Eine interaktive Reise in die Vergangenheit, 2. Aufl. 2000, Gießen: Brunnen-Verlag). Autor und Verlag haben dazu freundlicherweise ihre Genehmigung erteilt. Dies ließ sich jedoch bisher aufgrund der hohen Arbeitsbelastung im Lehramtsstudium nicht verwirklichen.

Im Lauf der folgenden Semester arbeitete ich mit dem Multimediateam des Bayreuther Rechenzentrums (kurz: MM-Team) ständig an technischen Verbesserungen. Entscheidende Fortschritte wurden im WS 02/03 erzielt. Wir arbeiteten seit dem Sommersmester 2002 mit einem Audiomischpult und haben jetzt zusätzlich zur Frontalkamera zwei Seitenkameras im Einsatz. Zwischen den Kameras kann mit Hilfe eines Videomischpults umgeschaltet werden. Ebenfalls neu ist damit die Möglichkeit entstanden Powerpointfolien einzublenden.

Zusätzlich gab es im WS 02/03 erste Einblendungen wärend der Diskussionsphase nach den Vortägen. Beim ersten Versuch wurde eine Frage per Telefon in den Hörsaal eingeblendet, beim zweiten Versuch schaltete sich eine Gruppe aus Dozenten und Studierenden an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau per Telefon, begleitet von der Einblendung eines Fotos des die Frage stellenden Neuendettelsauer Professors. Als nächstes bereitet das MM-Team die Einblendung von Bild und Ton eines Fragenden per Netmeeting ein. Das technische und das kommunikationspsychologische Problem, das es zu bewältigen gibt, ist die zeitliche Synchronisation der Übertragung aus dem Hörsaal mit an anderem Ort befindlichen Kommunikationspartnern.

Die weitere Entwicklung des Projekts wird auf dieser Seite fortlaufend dokumentiert werden.

   
Stand bis 2004 Bericht in Form eines PDF-Dokuments. Erschienen in spektrum 2/04.
   

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